Das zweite Kommen des Christus

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Wir haben gesehen, dass das erste Kommen genau nach der Schrift geschehen ist. Ohne Zweifel, Jesus ist wahrhaftig der verheißene Messias. Sein zweites Kommen wird genauso nach dem Wort Gottes geschehen. Auch hat der Herr selbst, als er auf dieser Erde lebte, seinen Jüngern einige Zeichen gegeben.

Inhaltsverzeichnis

Die Zeichen des zweiten Kommens

Der Herr wird bestimmt wiederkommen. Daran gibt es keinen Zweifel, das steht fest. Die Frage ist nur, wann? Der Herr hat selbst gesagt, dass niemand außer dem Vater den Tag und die Stunde weiß (siehe Matthäus 24:36).
Aber der Herr möchte nicht, dass wir im Finstern tappen. Bei seinem ersten Kommen war das Datum festgelegt, denn jeder sollte wissen, wer der Christus ist. Aber leider haben die, die es eigentlich wissen sollten, sein Kommen verpasst.

Beim zweiten Kommen des Herrn ist das Datum nicht festgelegt, aber er hat uns einige wichtige Zeichen gegeben.

“So wisse nun und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zu einem Gesalbten, einem Fürsten, sind es sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen. Sie wird mit Platz und Stadtgraben wiederaufgebaut werden, und zwar in Zeiten der Drangsal. […] nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte abgeschnitten und er wird nichts haben. Und das Volk eines kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und das Ende kommt durch eine Flut; und bis zum Ende ist Krieg, und Verwüstungen sind beschlossen. […] durch Macht wird er einen Bund mit Vielen schließen eine Woche lang. Und in der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer abschaffen, und im Heiligtum wird der Gräuel der Verwüstung stehen, bis das endgültige Verderben, das beschlossen ist, sich über den Verwüster ergießen wird.”

Daniel 9:25-27

Am Ende der ersten 69 (Jahr-)Wochen wurde der Herr gekreuzigt („weggetan”). Im Jahr 70 erfüllte sich die Verheißung über den kommenden Fürsten, als Titus mit der römischen Armee in Jerusalem einzog und den Tempel und die Stadt zerstörte (Vers 26).
Das war die Erfüllung der Weissagung Jeremias, weil das Volk Israel den Messias nicht nur abgelehnt, sondern auch das unschuldige Blut des Sohnes Gottes vergossen hat (Jeremia 18-19). Sie sagten sogar: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder” (Matthäus 27:25).

Es ist alles geschehen, wie im Wort Gottes vorhergesagt. Jerusalem wurde zerstört und ganz Israel als Nation ausgelöscht. Es gab keine Nation Israel mehr, sie waren in der ganzen Welt zerstreut. Daher weinte der Herr um Jerusalem, weil er das alles kommen sah (Lukas 19:41-44).

Das Wort Gottes ist genau eingetroffen. Was Jesus sagte, war eine Bestätigung dessen, was Jeremia gesagt hatte. Alles hat gestimmt. Hoffentlich sind wir alle überzeugt, dass dieses Buch ein besonderes Buch ist. Wir folgen keinen Fabeln. Jedes Wort in diesem Buch wird erfüllt, und es tut uns gut, täglich darin zu lesen.

Die Geschichte zeigt uns weiter, dass zwischen der 69. und der 70. Woche das Zeitalter des Neuen Bundes liegt, die Zeit, in der wir heute leben. Wie lang diese Zeit ist, wissen wir nicht. Die 70. Woche wird irgendwann anfangen. Das Zeitalter des Neuen Bundes war im Alten Testament verborgen, es wurde Daniel nicht offenbart. Der Herr hat uns nicht gezeigt, wie lange es dauern soll. Etwa 2000 Jahre sind schon vergangen und wir wissen nicht, wann die letzte Woche, “das Ende”, beginnt. Aber wir leben in der Zeit ganz nahe vor der letzten Woche.

Das Evangelium wird in der ganzen Welt gepredigt (Matthäus 24:14)

Als der Herr auf der Erde war, fragten ihn die Jünger: „Was ist das Zeichen deines Kommens und der Vollendung des Zeitalter?” (Matthäus 24:3).
Der Herr antwortete ihnen, dass es Kriege geben wird, dass dieses und jenes geschehen, dass alles aber noch nicht das Ende sein wird (Matthäus 24:6-13). Und dann gab er ihnen zwei Zeichen, ein positives und ein negatives:

Das positive Zeichen ist, dass das Evangelium in der ganzen Welt gepredigt wird: „Und dieses Evangelium vom Reich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden zum Zeugnis für alle Nationen, und dann wird das Ende kommen” (Vers 14).
Das Ende in der Bibel ist diese 70. Woche. Heute wird das Evangelium auf der ganzen Erde gepredigt: in Afrika, China, Tibet, Australien, Europa… Wo wurde es noch nicht gepredigt? Dieses Zeichen ist erfüllt.

Der Abfall (2.Thessalonicher 2:3)

Das negative Zeichen ist der Abfall: „Und dann werden viele zu Fall kommen und werden einander ausliefern und einander hassen. Und viele falsche Propheten werden auftreten und viele in die Irre führen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden” (Matthäus 24:10-13).

Bevor das Ende kommt, wird es einen Abfall geben. Dies bestätigt Paulus in 2.Thessalonicher 2:3 und auch der Apostel Johannes in den sieben Sendschreiben im Buch der Offenbarung. Denken wir nur nicht, dass heute alles gut ist. Es sieht nur so aus wie damals, als der Herr zum ersten Mal kam. Äußerlich sah die jüdische Religion gut aus, wie ein getünchtes Grab, aber innerlich waren sie voller Totengebeine (vgl. Matthäus 23:27-28).

Die Leute sahen nur das Äußere, nicht aber das Innere. Lassen wir uns nicht täuschen. Bei der Wiederkunft des Herrn wird die Situation so sein wie in Laodicea, alles wird lauwarm sein. Jeder denkt, alles zu wissen, jeder hat seine Meinung. Doch sie wissen nicht, dass sie arm, blind und bloß sind (Offenbarung 3:17). Das ist die Situation heute. Der Herr sagte, dass dies ein Zeichen für das Ende des Zeitalters sein wird.

Diese zwei allgemeinen Zeichen gab uns der Herr.

Das Gleichnis vom Feigenbau – die Wiedererrichtung des Staates Israel im Jahr 1948 (Matthäus 24:32-33; Markus 13:28-29; Lukas 21:29-31)

Das ist ein weiteres klares Zeichen, das uns der Herr gegeben hat. Israel hat im Jahre 70 aufgehört, als Nation zu bestehen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde im Jahr 1948 der Staat Israel wieder neu gegründet. Das war ein Wunder. Wie schrecklich der 2. Weltkrieg auch war, er diente auch zur Erfüllung des Wortes Gottes.

Wenn wir sehen, dass dieser Feigenbaum (Israel) wieder anfängt zu sprossen, müssen wir wissen, dass die Zeit nahe ist. Das bedeutet nicht in ein paar Wochen, sondern Gott ist so gnädig, dass er den Menschen noch viele Gelegenheiten gibt, Buße zu tun und umzukehren. Schon seit dieser Zeit warnt Gott uns: Passt auf, die Zeit ist nahe gekommen!

Die Rückgewinnung Jerusalems für die Juden im Juni 1967 (Lukas 21:24)

„Wenn ihr aber Jerusalem von Heeren umlagert seht, so wisst, dass seine Verwüstung gekommen ist. Dann sollen, die in Judäa sind, in das Gebirge fliehen und die in ihr sind, hinausgehen und die auf dem Lande sind, nicht in sie hineingehen. Denn das sind Tage der Vergeltung, damit alles erfüllt wird, was geschrieben steht. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen; denn es wird große Not über das Land kommen und Zorn über dieses Volk. Und sie werden fallen durch des Schwertes Schärfe und gefangen weggeführt werden unter alle Nationen; und Jerusalem wird zertreten werden von allen Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sind”

Lukas 21:20-24

Die Zerstörung der Nation Israel wurde schon in Jeremia 18 und 19 vorhergesagt und hat sich im Jahr 70 erfüllt. 1967 war dann das Jahr, in dem die Zeiten der Nationen erfüllt waren (Vers 24). Im Juni dieses Jahres wurde Jerusalem von den Israeliten zurückerobert. 1967 war ein wichtiger Meilenstein, der uns zeigen soll, dass der Tag immer näher kommt. 1948 mussten schon alle aufwachen, jetzt aber war der Zeitpunkt noch näher gerückt und der Herr gibt uns eine zweite Warnung.

Der Friedensvertrag im Nahen Osten (Daniel 9:27; 1.Thessalonicher 5:3)

Der Beginn der letzten sieben Jahre

Das dritte und wichtigste Zeichen dafür, dass das Ende kommt, ist die letzte Woche, die 70. Woche. Wir leben heute in dem Bewusstsein, dass das 2. Kommen des Messias nahe bevorsteht. Zwei wichtige Zeichen haben sich schon erfüllt und wir warten auf das dritte und letzte Zeichen von dem Daniel geweissagt hat (siehe Daniel 9:27).

Vers 26 spricht von der Verwüstung im Jahr 70:

„Und das Volk eines Fürsten wird kommen und die Stadt und das Heiligtum zerstören, aber dann kommt das Ende durch eine Flut, und bis zum Ende wird es Krieg geben und Verwüstung, die längst beschlossen ist.”

Daniel 9:26

Vers 27 spricht von einem König, der zu Beginn der letzten Woche erscheinen und einen Friedensvertrag in Nahost schließen wird:

„Und stark machen wird er einen Bund für die Vielen, eine Woche lang.”

Daniel 9:27

Zwischen den Versen 26 und 27 (d.h. zwischen der 69. und der 70. Woche) liegt die lange Zeitspanne (~ 2000 Jahre) des Neuen Bundes. Dieser Zeitabschnitt war den Propheten zur Zeit des Alten Bundes verborgen. Am Ende des Zeitalters des Neuen Bundes erscheint „Er“ in Vers 27.
“Er” bezieht sich aber nicht mehr auf jenen Titus aus Vers 26, sondern auf den kommenden siebten König in Offenbarung 17:10-11, der einen festen Bund, das ist der “Friedensvertrag” zwischen Israel und den Arabern, über eine Woche (7 Jahre) schließen wird. Wenn der Friedensvertrag geschlossen wird, beginnen die letzten sieben Jahre. Die Bibel nennt diese Zeit “das Ende”.

Die Juden dürfen wieder auf dem Tempelberg opfern

„Und in der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer abschaffen”

Daniel 9:27

Der Friedensvertrag erlaubt den Juden, wieder auf dem Tempelplatz zu opfern. Doch in der Mitte der 7 Jahre wird der Vertrag gebrochen und die Opfer werden abgeschafft. Wir wissen weder den Tag noch die Stunde, nicht einmal das Jahr, wann der Friedensvertrag geschlossen wird. Aber wir wissen, dass es ganz nahe ist, denn die ganze Welt sucht nach einer Lösung.

Wer immer diesen Friedensvertrag abschließen kann, ist dieser “Er” in Vers 27. Wir brauchen nicht zu raten, wer dieser “Er” ist, aber wir müssen auf den Vertrag achten. Wenn dieser Vertrag unterzeichnet wird, dann fängt die letzte Woche an. Das ist der Beginn der letzten 7 Jahre. Wenn dann die Juden wieder auf dem Tempelberg opfern dürfen, dann weiß jeder, dass das Ende gekommen ist.

Dieses Ende dauert 7 Jahre. Der Herr ist sehr gnädig. Er gibt uns immer noch Zeit, obwohl es schon das Ende ist. Unser Gott ist wirklich ein Gott der Liebe, der Geduld, voller Gnade und sehr barmherzig. Wenn diese Zeit anbricht und wir wissen, dass wir nur noch 3½ Jahre haben, werden wir dann noch schnell alles nachholen und genießen, was die Welt zu bieten hat oder werden wir nicht vielmehr Buße tun, beten und fasten und alles ablegen, was uns heute noch in dieser Welt gefangen nimmt? Dann werden wir bestimmt jede Versammlung und das Sprechen des Herrn in den Konferenzen mehr als alles andere schätzen.

Der Gräuel der Verwüstung an der heiligen Stätte (Daniel 9:27; 11:31; 12:11; Matthäus 24:15; Markus 13:14; 2.Thessalonicher 2:3-4)

In der Mitte der letzten 7 Jahre gibt der Herr noch ein Zeichen, ein letztes Zeichen: den Gräuel der Verwüstung an der heiligen Stätte.

„Wenn ihr darum den Gräuel der Verwüstung, von welchem durch den Propheten Daniel geredet ist, an der heiligen Stätte stehen seht – wer es liest, verstehe es – dann sollen, die in Judäa sind, ins Gebirge fliehen”

Matthäus 24:15-16

Dies wird eine schwere Zeit sein, schwerer als alles, was die Menschheit je gesehen hat. Die letzten 3½ Jahre sind die Zeit der größten Trübsal. Es wird ein Zeichen geben, wann diese letzten 3½ Jahre beginnen: der Gräuel der Verwüstung.
Das Tier (Offenbarung 13:1-8) wird an der heiligen Stätte sitzen, um angebetet zu werden. Gräuel bedeutet Götze. Dieser wird alles verwüsten und zerstören.

„Wenn ihr aber den Gräuel der Verwüstung stehen seht, wo er nicht soll – wer es liest, der merke auf! – dann sollen die in Judäa zu den Bergen fliehen”

Markus 13:14

Wenn wir dieses kommen sehen, dann sollen wir aufmerken, denn es wird eine große Drangsal über die Menschen kommen:

„denn jene Tage werden eine Drangsal sein, wie sie nicht gewesen ist von Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, bis jetzt, und auch nie mehr sein wird. Und wenn der Herr nicht die Tage verkürzt hätte, würde kein Fleisch gerettet; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt”

Markus 13:19-20

Um der Auserwählten willen, besonders der Juden, hat der Herr diese Tage auf 3½ Jahre verkürzt. Die Bibel sagt nicht, was in den ersten 3½ Jahren der letzten Woche geschehen wird. Aber wenn wir daran denken, dass der Herr in 3½ Jahren seinen Dienst völlig ausgeführt hat, dann werden sicher auch die ersten 3½ Jahre der letzten Woche eine sehr wichtige Zeit für uns sein, die der Herr uns in seiner Liebe gegeben hat. Aber ich möchte nicht auf diese Zeit warten und erst dann mit der Vorbereitung beginnen. Ich möchte jetzt schon vorbereitet sein.

Viele Christen sehen heute keine Notwendigkeit für eine Vorbereitung auf das Kommen des Herrn. Weil sie gerettet sind, glauben sie, eines Tages in den Himmel zu kommen. Sie warten nur noch auf das Kommen des Herrn. Vor ein paar Jahren gab es eine Sekte in Taiwan. Sie glaubten, dass der Herr Jesus in Texas erscheinen und wiederkommen würde. Sie haben alles verkauft, flogen nach Texas, zogen sich ein weißes Kleid an und warteten auf den Messias. Dann waren sie alle enttäuscht, weil er nicht erschien. Manche haben angefangen, den Prediger anzuklagen. Die Menschen haben so viele seltsame Vorstellungen. Sie denken, sie sind gerettet und müssten jetzt nur noch warten. Wozu gibt uns dann der Herr ganz am Ende dieses Zeitalters noch diese 3½ Jahre?

Aber wir können heute durch die Salbung und durch das Wort lernen, wie wir uns vorbereiten. Die Salbung und das Wort stehen immer im Einklang miteinander. Wenn wir heute dem Geist gehorchen und uns von ihm leiten lassen und so den Herrn gewinnen, dann können wir in den letzten 3½ Jahren vielleicht noch vielen Menschen helfen.
Die Gemeinden haben dann eine wichtige Aufgabe. In dieser letzten Zeit werden wir bestimmt ernsthaft dem Herrn dienen, werden unsere Bekannten aufsuchen und ihnen sagen, dass es keine Zeit mehr gibt, dass sie sich jetzt zum Herrn wenden müssen und anfangen, ihn in seinem Wort zu essen und ihn zu trinken, indem sie seinen Namen anrufen. Wir werden ihnen sagen, dass sie in die Gemeinde kommen sollen, um hier zu lernen, im Geist zu wandeln. Wir werden den Menschen viel zu sagen haben.

Der Herr ist uns sehr gnädig. Er gibt uns eine Warnung nach der anderen, damit wir lernen, die Zeit auszukaufen. Was könnte der Herr noch mehr tun, um uns zu helfen? Wenn wir beim ersten Zeichen nicht aufwachen, dann hoffentlich beim zweiten und spätestens, wenn das dritte Zeichen eintrifft.

Der Beginn der großen Trübsal – der Bruch des Vertrages in der Mitte der sieben Jahre – das Tier wird alle Opfergaben beenden, sich erheben und sich selbst zu Gott machen

(Daniel 8:10-11; 11:36-37; Offenbarung 13:5-6)

Daniel hat mindestens dreimal den Gräuel der Verwüstung und das Abschaffen der Opfer erwähnt. Dies wird alles geschehen, sobald zu Beginn der letzten 3½ Jahre das Tier erscheinen wird (vgl. Offenbarung 13:1-8).

„im Heiligtum wird stehen ein Gräuelbild, das Verwüstung anrichtet, bis das Verderben, das beschlossen ist, sich über die Verwüstung ergießen wird”

Daniel 9:27

„Und seine Heere werden kommen und Heiligtum und Burg entweihen und das tägliche Opfer abschaffen und das Gräuelbild der Verwüstung aufstellen”

Daniel 11:31

„von der Zeit an, da das tägliche Opfer abgeschafft und das Gräuelbild der Verwüstung aufgestellt wird, sind tausendzweihundertneunzig Tage”

Daniel 12:11

Der Herr gibt uns so viele Zeichen: Den Feigenbaum, das Ende der Zeiten der Nationen und den Vertrag. Wenn wir dann noch den Gräuel der Verwüstung erleben, wäre das nicht gut für uns. Dieses letzte Zeichen sollte nicht für uns sein, denn wer es erlebt, der muss durch die letzten 3½ Jahre der größten Trübsal hindurchgehen. Besser ist es, schon vorher als Erstlingsfrucht entrückt zu werden.

Das zweite Kommen des Messias in Bezug auf die Gläubigen

Wir können die Menschen in drei verschiedene Gruppen einteilen: in Gläubige, in Ungläubige und die Juden.
Im Hinblick auf jede dieser drei Gruppen gibt es besondere Aspekte der Wiederkunft des Herrn. In Bezug auf uns, die Gläubigen, gibt es zwei Aspekte:

  1. Der geheime Aspekt vor der größten Trübsal (Mt. 24:43; Luk. 12:36-40)
  2. Der öffentliche Aspekt am Ende der größten Trübsal (Mt. 24:27; Luk. 21:27)

Der Herr hat immer auch einen geheimen Aspekt. In der Auffahrt als Erstling zum Vater gab es ihn und bei seiner Wiederkunft gibt es wieder einen geheimen Aspekt. Dieser geheime Aspekt ist die Entrückung. Dabei ist der Zeitfaktor sehr wichtig.

Der Unterschied zwischen dem geheimen und dem öffentlichen Aspekt liegt im Zeitfaktor. Der geheime Aspekt fängt vor den 3½ Jahren der großen Trübsal an. Das ist unser Ziel, unsere Hoffnung. Ich möchte den Gräuel der Verwüstung nicht sehen. Und der öffentliche Aspekt der Entrückung ist gegen Ende der letzten sieben Jahre.

Der zweite Unterschied ist der Ortsfaktor:

  1. Der geheime Aspekt der Entrückung führt zum Thron (Offb. 12:5-6; 14:1-5)
  2. Der öffentliche Aspekt der Entrückung führt zu einem Treffen mit dem Herrn in der Luft (1.Thess. 4:16-17; Offb. 14:15-16).

Wohin wollen wir kommen? Zum Thron oder in die Luft? Jeder vernünftige Mensch wird zum Thron gehen wollen. Ich möchte zum Thron gehen! Wir wollen höher hinauf! Das ist das zweite Kommen des Messias in Bezug auf uns, die Gläubigen.

Der Richterstuhl Christi (Römer 14:10; 2.Korinther 5:10)

Alle Gläubigen müssen eines Tages vor dem Richterstuhl Christi darüber Rechenschaft ablegen, wie sie gelebt haben, was sie mit ihrem Leib gemacht haben. Heute können wir noch viele Ausreden benützen. Aber eines Tages, vor seinem Richterstuhl, werden wir keine Entschuldigungen mehr vorbringen können. Paulus sagte, dass wir alle, er eingeschlossen, vor dem Richterstuhl Christi Rechenschaft ablegen müssen (vgl. 2.Korinther 5:10).

Das zweite Kommen des Messias in Bezug auf die heidnische Welt, die Nationen, die Ungläubigen

Die ersten 3½ Jahre der letzten Woche kann man als eine Übergangszeit vor der größten Trübsal betrachten. Diese Zeit wird noch erträglich sein, doch dann geht die Gnadenzeit zu Ende und niemand kann mehr das Evangelium der Errettung durch den Glauben an Jesus Christus hören, so wie wir heute. Dass du wiedergeboren und ein Kind Gottes werden kannst, ist dann vorbei.

Mit dem ersten Kommen des Messias wurde der Alte Bund mit den Forderungen des Gesetzes zu Ende gebracht. Ein Neuer Bund wurde eingesetzt und wir leben bis heute in dieser Zeit der Gnade, werden gerettet, wiedergeboren und in die Herrlichkeit geführt. Wenn dieses Zeitalter zum Ende kommt, dann wird auch das Evangelium der Gnade aufhören und ein Engel wird den Menschen das ewige Evangelium predigen. Das ist der Beweis, dass dann ein anderes Zeitalter angebrochen ist.

Heute haben nur wir Christen das Recht, das Evangelium der Errettung zu predigen. Wenn wir es heute nicht predigen, verpassen wir ein wunderbares Vorrecht. Ihr habt Bekannte, Schulkameraden, Verwandte? Kennen sie das Evangelium der Errettung?
Ihr müsst ihnen sagen, dass Jesus wahrhaftig der Christus ist, der verheißene Messias.

Dieses ewige Evangelium ist ein spezielles Evangelium für die Nationen. Seht ihr, wie gnädig Gott ist? Wenn jemand das Evangelium der Gnade und des Glaubens an Jesus Christus verpasst hat, gibt ihm Gott in der Zeit der größten Trübsal immer noch ein extra Evangelium:

„Und ich sah einen anderen Engel in der Mitte des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk, und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes ist gekommen; und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat”

Offenbarung 14:6-7

Der Engel verkündigt ein ewiges Evangelium, d.h. von Ewigkeit zu Ewigkeit, angefangen bei der Schöpfung. Zu dieser Zeit werden alle wissen, dass es einen Gott gibt, auch wenn sie ihn nicht anbeten wollen. Aber sie müssen lernen, Gott zu fürchten. Betet den Schöpfer an, den, der alles gemacht hat, betet nicht das Tier an.

Und ein anderer Engel wird sagen:

„Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und ein Zeichen annimmt an seine Stirn oder an seine Hand, der wird auch von dem Glutwein Gottes trinken, der unverdünnt im Kelch seines Zornes eingeschenkt ist; und er wird in Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm”

Offenbarung 14:9-10

Das sind sehr ernste Worte. Dieses Evangelium wird in den letzten 3½ Jahren den Nationen gepredigt werden und am Ende dieser Zeit wird der Herr die Nationen vor dem Thron seiner Herrlichkeit richten und die Schafe von den Böcken trennen (vgl. Matthäus 25:31-46).
Die Schafe werden die sein, die das ewige Evangelium angenommen haben. Sie werden den Christen und den Juden, die in dieser Zeit von dem Tier verfolgt werden, helfen und der Herr wird sie für ihre Taten belohnen. Diese Schafe werden als Nationen in das Tausendjährige Reich eingehen, und wir werden über sie herrschen. Die Böcke aber werden die erste Gruppe von Menschen sein, die direkt in den Feuerpfuhl geworfen werden.

Das zweite Kommen des Messias in Bezug auf die JudenEr sendet seine zwei Zeugen zu den Juden – Mose und Elia

Offb. 11:3-4; Sach. 4:2-3, 11-14; Mal. 3:23; Mt. 17:2-3; Judas 9

In Bezug auf die Juden wird Gott zwei Zeugen schicken: Mose und Elia.

„Und ich werde meinen zwei Zeugen Vollmacht geben und sie werden zwölfhundertsechzig Tage lang weissagen, mit Sacktuch bekleidet. Diese sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen”

Offenbarung 11:3-4

1260 Tage, also 3½ Jahre lang werden diese zwei Zeugen in Jerusalem sein und dort Zeugnis für den Herrn ablegen.

„Und wenn jemand ihnen schaden will, so geht Feuer aus ihrem Mund hervor und verzehrt ihre Feinde. Und wenn ihnen jemand schaden will, muss er so getötet werden. Diese haben die Vollmacht, den Himmel zu verschließen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihrer Weissagung; und sie haben Vollmacht über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln, und die Erde mit jeder Plage zu schlagen, sooft sie wollen.”

Offenbarung 11:5-6

Das ist es, was Elia tat, er ließ Feuer vom Himmel fallen (vgl. 2.Könige 1:10) und er hat auch den Himmel für 3½ Jahre verschlossen, damit kein Regen fiel (vgl. 1.Könige 17:1).

Und was hat Mose getan? Er brachte die Plagen über den Pharao und hat dabei auch Wasser in Blut verwandelt. Er ist ein Experte im Senden von Plagen. Das alles macht sehr klar, dass diese beiden Mose und Elia sind. Auch Maleachi prophezeite:
„Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt” (Maleachi 3:23). Der Herr schickt diese Zwei, weil für die Juden niemand größer ist als Mose und Elia. Diese beiden haben sie respektiert. Gott ist so barmherzig, deshalb sendet er diese beiden wieder, um den Juden eine letzte Gelegenheit zur Buße zu geben.

Mose und Elia sind nicht für uns. Wir haben Christus! Wir brauchen auch nicht das ewige Evangelium, denn wir haben schon das wahre Evangelium. Aber die Juden brauchen Mose und Elia. Dennoch werden sie ihnen nicht glauben und sie schließlich töten:

„Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, wird das Tier, das aus dem Abgrund aufsteigt, mit ihnen Krieg führen und wird sie überwinden und wird sie töten. Und ihre Leichname werden auf der Straße der großen Stadt liegen, die geistlich Sodom und Ägypten heißt, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde.”

Offenbarung 11:7-8

Wo wurde der Herr gekreuzigt? In Jerusalem. Aber nun heißt diese Stadt Sodom und Ägypten. Was für eine schreckliche Änderung. Das heißt, dass sie am Ende so sündhaft wie Sodom und so weltlich wie Ägypten sein werden. So schlimm steht es am Ende um dieses Volk. Viele von ihnen werden umgebracht werden, und nur der dritte Teil von ihnen wird übrig bleiben (vgl. Sacharja 13:8).

Am Ende dieser Zeit werden die zwei Zeugen getötet und nach 3½ Tagen wieder auferstehen und entrückt werden: „Und nach den dreieinhalb Tagen kam der Geist des Lebens aus Gott in sie und sie traten auf ihre Füße; und große Furcht überfiel die, welche sie sahen” (Offenbarung 11:11).

Christus kommt herab auf den Ölberg (Sacharja 14:3-5)

Die Armeen des Antichristen belagern Jerusalem (Sach. 12:1-4; 14:2-3)

Sacharja hat sehr deutlich geweissagt, was in dieser letzten Zeit in Jerusalem geschehen wird. Die ganze Armee des Antichristen wird Jerusalem belagern. Dann wird der Herr auf dem Ölberg erscheinen, genau so, wie der Engel es den Jüngern sagte: Wie er aufgefahren ist, so wird er wiederkommen (vgl. Apg. 1:11; Sach. 14:5). Alles steht geschrieben. Lest nur aufmerksam das Wort, dann werdet ihr nicht verführt werden. Wie sein erstes Kommen, so wird auch sein zweites Kommen auf das Wort gegründet sein. Ihr müsst glauben, dass Jesus wirklich der Messias ist.

Der Ölberg wird in der Mitte gespalten

„Und ich versammle alle Nationen nach Jerusalem zum Krieg; die Stadt wird eingenommen und die Häuser werden geplündert. Und die Frauen werden geschändet. Und die Hälfte der Stadt wird in die Gefangenschaft ausziehen, aber der Rest des Volkes wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden. Dann wird der Herr ausziehen und gegen jene Nationen kämpfen, wie er schon immer gekämpft hat am Tage der Schlacht. Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten liegt; der Ölberg wird sich von seiner Mitte aus nach Osten und nach Westen spalten zu einem sehr großen Tal, und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden und seine andere Hälfte nach Süden weichen. […] ihr werdet in das Tal meiner Berge fliehen, und das Tal der Berge wird bis nach Azal reichen”

Sacharja 14:2-5a

Es ist ähnlich wie damals, als das Volk Israel aus Ägypten gezogen ist und von dem Heer Pharaos bis zum Roten Meer verfolgt wurde. Als sie keinen Ausweg mehr hatten, teilte Gott das Meer und ließ sie sicher hindurchziehen. Auch Jerusalem wird umringt werden von der Armee des Antichristen und das Volk wird keinen Weg mehr finden zu entfliehen. Dann, in dieser höchsten Not, kommt der Herr auf den Ölberg und wird wieder einen Fluchtweg für sie schaffen. Das ist das zweite Kommen des Messias für die Juden.

Die Buße des Überrests

Der Geist der Gnade und des Gebets wird ausgegossen (Sach. 12:10a; 13:1; 14:8)

Dann wird der Geist der Gnade und des Gebets über sein Volk ausgegossen, nachdem der Herr alle Feinde von Offenbarung 18 und 19 ausgerottet hat, denn er ist gekommen, gegen sie alle zu kämpfen.

„Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint. An jenem Tag wird die Wehklage in Jerusalem groß sein wie die Wehklage von Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo.“

Sacharja 12:10-11

Der Überrest wird den Messias sehen, den sie durchbohrt haben und sie werden um ihn klagen (Sach. 12:10-12)

Das war die Zeit, als sie wegen dem Tod des guten Königs Josia wehklagten. Dann wird die Wehklage noch größer sein. Nun werden sie alle Buße tun:

„An jenem Tag wird für das Haus David und die Bewohner von Jerusalem eine Quelle geöffnet sein gegen Sünde und gegen Befleckung. Und es wird geschehen an jenem Tag spricht der HERR der Heerscharen, da rotte ich die Namen der Götzen aus dem Land aus”

Sacharja 13:1-2

„Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden lebendige Wasser aus Jerusalem fließen, die eine Hälfte zum östlichen Meer und die andere Hälfte zum hinteren Meer; im Sommer wie im Winter wird es so geschehen. Und der HERR wird König sein über die ganze Erde”

Sacharja 14:8-9

Der Herr wird König sein über die ganze Erde! Das wird geschehen. Glaubt dem Wort Gottes. Um Jerusalem herum wird ein Wunder geschehen. Alle Berge dort werden zur Ebene werden und Jerusalem wird zum höchsten Punkt werden, das Zentrum für die Herrschaft des Herrn auf der ganzen Erde. Der Herr wird Jerusalem nicht aufgeben. Das ist der Wille des Herrn.