Der Wille Gottes für alle Menschen (Teil 1)

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Nun kommen wir zu dem ersten Teil des “dreifachen” Willen Gottes: Es gibt einen Teil im Willen Gottes, der gilt uneingeschränkt für alle Bewohner dieser Erde, egal, wie sie heißen, welcher Kultur sie angehören oder wo sie leben. Und zwar ist dieser Wille Gottes die Errettung aller Menschen.

“… unserem Retter-Gott, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.” (1.Timotheus 2:4)

Gott ist ein Retter-Gott, das ist sogar ein Attribut für Ihn. Er will dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Gott hat also keine Vorliebe. Gott schaut nicht nach Intelligenz oder anderen Eigenschaften in uns Menschen, aufgrund derer Er uns retten würde. Dass einer vielleicht anderen hilft, den wird Er retten. Der andere ist kein guter Mensch, den wird Er nicht retten. Nein, Gott will, dass alle Menschen ohne Ausnahme gerettet werden. Noch ein Vers, der das bestätigt:

“Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.” (Johannes 3:16)

Gott hat die ganze Welt geliebt – das betrifft jeden Menschen! Dieser Ausdruck “Welt” deutet an, dass der Zustand, in dem wir uns heute befinden, nicht so gut ist. Aber Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Seinen einziggeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Wenn man diesen Vers zwei-dreimal liest, wird deutlich, was Gott will: dass niemand verloren geht, sondern dass alle Menschen das ewige Leben haben.

Das heißt im Umkehrschluss, dass von Geburt an der Mensch verloren ist und nicht das ewige Leben hat. Wir wollen uns fragen, warum die Bibel hier so starke Worte benutzt.

Die Sünde – der Grund für die Trennung von Gott

Dazu wollen wir auf etwas zurückgehen, was wir wahrscheinlich alle kennen oder zumindest davon gehört haben: Die Zehn Gebote, … “Du sollst keine anderen Götter neben mir haben, dir kein Bildnis machen und dich auch nicht vor ihm nieder werfen” … Diese Zehn Gebote kann man aufteilen in zwei Abschnitte. Die ersten fünf haben zu tun mit den gebotenen Forderungen Gottes uns Menschen gegenüber, die IHN betreffen, was Gott von uns haben möchte und was wir Ihm gegenüber tun sollen: keine anderen Götter anbeten, Seinen Namen nicht missbrauchen und andere Dinge. Im zweiten Abschnitt geht es dann um Dinge, die Gott fordert in unserem Umgang untereinander.

Meist beachten wir nur den Teil, der uns Menschen betrifft. Wir denken, so lange ich meinem Nächsten nichts Böses tue, dann ist alles in Ordnung. Aber die Bibel zeigt, es gibt eine Sünde, eine Übertretung dieser zehn Gebote – und zwar von allen Menschen gegenüber Gott. Das heißt, alle Menschen haben sich gegenüber dem, was den ersten Teil der Zehn Gebote betrifft, versündigt. Dazu steht im Römerbrief:

“ Denn Gottes Zorn wird offenbart vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in Ungerechtigkeit niederhalten; …
Denn sein unsichtbares Wesen, das seit der Schöpfung der Welt wahrgenommen wird an seinen Werken, seine ewige Kraft und Göttlichkeit, ist klar zu sehen, so dass sie keine Entschuldigung haben.” (Römer 1:18,20)

Hier steht das Wort Wahrheit, und die Wahrheit ist, dass Gottes unsichtbares Wesen seit der Erschaffung der Welt wahrgenommen wird an Seinen Werken. Seine ewige Kraft und Göttlichkeit ist klar zu sehen, sodass niemand eine Entschuldigung hat. Gott möchte, dass alle Menschen Ihn anbeten. Aber wer von den Menschen heute betet Gott, den Schöpfer an, der es verdient hat angebetet zu werden, weil er alles gemacht hat? Wir sehen sogar heute sogar das Gegenteil – die Menschen verleugnen, dass Gott überhaupt existiert, geschweige denn, dass Er der Schöpfer ist.

Viele Physiker haben das sogar erkannt, zum Beispiel sagte Max Planck, dass dieses Universum mit Sicherheit von einem Schöpfer geschaffen worden ist. Er nannte es Gott, ohne konkreter zu werden, aber er erkannte, es gibt wirklich einen Schöpfer.

Wenn wir aber diese Wahrheit mit einer Lüge vertauschen, zum Beispiel mit einem Götzendienst, wie er heute in vielen Nationen noch üblich ist, oder mit der Evolutionstheorie oder auch, wenn wir das Geschöpf mehr verehren und diesem dienen, dann ist das Sünde und hat Konsequenzen: die Trennung von Gott, der Mensch wird sich selbst überlassen.

“…  denn sie kannten Gott und haben ihn nicht als Gott verherrlicht noch ihm gedankt, sondern sind in ihren Gedanken auf Nichtigkeit verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.

…  und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit der Gestalt eines Bildes vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren. Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihres Herzens zu Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu entehren,  sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauscht und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben anstelle des Schöpfers, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen.” (Römer 1:21-25)

Die sichtbaren Folgen der Trennung von Gott

Hier erhalten wir eine Antwort auf die Frage, warum es ein Verlorensein sein gibt, und warum wir Errettung brauchen: Alle Menschen haben gegen Gott, den Schöpfer, gesündigt – entweder sie verleugnen Ihn oder sie ersetzen Ihn -, und das ist die erste Sünde der Menschen gegenüber Gott. Diese Sünde trennt uns von Ihm und führt letztendlich dazu, dass auch unser Umgang mit den Menschen, der zweite Teil der Zehn Gebote (du sollst nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht lügen …) gestört ist. Römerbrief 1 zeigt sogar, dass Gott die Menschen in schändliche  Leidenschaften dahingibt.

“ Deshalb hat Gott sie dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn selbst ihre Frauen haben den natürlichen Umgang mit dem widernatürlichen vertauscht,  und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Umgang mit der Frau verlassen und sind in ihrer Gier aneinander entbrannt, haben Männer mit Männern Schande getrieben und an sich selbst den gebührenden Lohn ihrer Verirrung empfangen.” (Römer 1:26-27)

Die Bibel nennt das, was wir heute in der Homosexualität überall mehr und mehr legalisiert sehen, eine schändliche Leidenschaft oder eine Verirrung. Es gibt noch eine ganze Liste von Dingen, die in uns Menschen sind, die eine Folge aus der Trennung von Gott sind.

“Und so, wie sie es verworfen haben, Gott in der genauen Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in verworfenen Sinn, zu tun, was unsittlich ist:  Sie sind gefüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voller Neid, Mord, Streit, Betrug, Tücke;  Verbreiter übler Nachrede, Verleumder, Gotteshasser, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern ungehorsam,  unbelehrbar ungläubig, lieblos, unbarmherzig.” (Römer 1:28-31)

So eine Liste steht da, damit es jedem klar wird, was Gottes Gerechtigkeit ist und warum die Bibel sagt, dass wir Menschen verloren sind.

Wir haben heute zu einem großen Teil das Empfinden dafür verloren, weshalb wir viele von diesen Dingen akzeptieren, aber Gott akzeptiert sie deshalb nicht. Seine Gerechtigkeit ändert sich nie. Eigentlich sollten wir Menschen alle die Herrlichkeit Gottes haben, aber anstatt dessen ist das, was hier steht, allgegenwärtig.

Der Zorn Gottes als Folge der Sünde

Das Wort Gottes sagt uns weiter, dass die Folge dieser Sünde der Zorn Gottes ist. Das hört man nicht gerne, und man hört es auch nicht oft. Aber es ist wichtig, das zu sagen, weil die Bibel uns zeigt, dass so groß wie die Liebe Gottes ist, so groß auch Sein Zorn ist. Wir sollten nicht denken, dass Gott nur Liebe ist und es keinen Zorn bei Ihm gibt.

“Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes auf die Söhne des Ungehorsams.” (Kolosser 3:6)

Das müssen wir wissen, um zu verstehen, dass es Gott nicht gleich ist, wenn wir Seine Gebote und Seine Gerechtigkeit heute verletzen. Die Bibel zeigt, dass es ein Gericht gibt. Viele glauben nicht daran, aber es hängt nicht von dem Glauben eines Menschen ab, ob es ein Gericht gibt, sondern es hängt von Gottes Wahrheit ab.

“ Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.” (Hebräer 9:27)

Es ist dem Menschen gesetzt, dass er sterben muss – das wird niemand anzweifeln. Und danach kommt das Gericht. Wenn wir uns fragen, wann wird denn Gott für alle Ungerechtigkeit dieser Welt und dieser Menschheit ein Urteil fällen, hier ist die Antwort: nach dem Tod. Und wie sieht das aus? Offenbarung 20 sagt, dass alle Toten auferweckt und gerichtet werden:

“Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben stand, nach ihren Werken. …
Und wenn jemand nicht verzeichnet gefunden wurde im Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.” (Offenbarung 20:13, 15)

Alle unsere Werke stehen in Büchern vor Gott und wenn jemand nicht verzeichnet gefunden wird im Buch des Lebens, das ist ein spezielles Buch, dann wird er in den Feuersee geworfen. Das Gericht, wovon die Bibel hier redet, ist, dass wir Menschen am Ende wegen der Sünde sogar in den Feuersee geworfen werden. Das ist stark, und es steht wirklich hier in Offenbarung 20.

Wer kann dann gerettet werden

Die Frage ist jetzt: Wer kann dann gerettet werden? Wer kann denn ein Leben führen, das so perfekt ist, dass er nicht in diesem Gericht verurteilt wird? Unter uns gibt es sicher niemanden, der noch nie gelogen hat, der kein Neid im Herzen hat, der keine Schlechtigkeit in sich sehen kann. Und die nächste Frage stellt sich uns dann: Wie können wir Menschen gerettet werden?

Gottes Forderung nach Gerechtigkeit – ein Opfer

Gott ist gerecht und Seine Gerechtigkeit hört auch nicht auf, und Er wird sie auch nicht übergehen. Wegen Seiner Gerechtigkeit fordert Gott für unsere Sünden ein makelloses Opfer, was im Hebräerbrief in einem Satz zusammengefasst wird.

“… und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.” (Hebräer. 9:22)

Wenn ein Mensch sündigt, ist es nicht nur eine Sünde gegenüber seinen Mitmenschen, es zuerst vor allem eine Sünde gegen Gott, egal was er tut. Diese Sünde vor Gott kann nicht vergeben werden, indem man nur betet und sagt “Bitte vergib mir, was ich getan habe”. Wenn ich in Deutschland die rote Ampel nicht beachte und einen Brief vom Staatsanwalt bekomme, kann ich auch nicht einfach nur zurückschreiben, dass es mir leid tut. Mir wird nicht einfach so vergeben, sondern ich bekomme eine Geldbuße und Punkte in Flensburg. Es muss eine Sühnung geben. Wie viel mehr, wenn wir gegen Gott sündigen.

Wenn wir gegen Gott sündigen, ist die Sünde sogar so ernsthaft, dass Gottes Wort uns sagt: ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. Das heißt im Umkehrschluss, eigentlich muss ein Mensch sterben für seine Sünde. Sünde ist so ernst, dass der Lohn der Sünde eigentlich der Tod ist. Damit jetzt der Mensch nicht stirbt, hat Gott im alten Bund gesagt, dass ein Tier sterben musste. Das Blut des Tieres war die Basis für die Vergebung. Also Gottes Gerechtigkeit fordert ein Opfer für die Sünde. Es gibt nicht nur so eine krumme Vergebung, sondern Gott hat eine sehr gerade Vergebung, eine gerechte Vergebung.

Wer soll jetzt heute dieses Opfer bringen für alle Menschen? Dieses Opfer kann niemand von uns bringen, denn wir alle haben selber ein Problem mit der Sünde. Was soll Gott jetzt tun?

Gottes Plan für unsere Errettung – das Opfer Jesu

Die Bibel zeigt etwas Wunderbares: Gottes Liebe zu uns Menschen hat dazu geführt, dass Gott selber sich zum Opfer gemacht hat. Gott selbst wurde für uns Menschen so erniedrigt, dass Er sich zu einem Mensch gemacht hat, sogar geboren wurde von einer Frau. Warum? Damit Er als ein Mensch dann mit einem Leib, mit einem echten physischen Körper ein Leben leben kann, das ohne Sünde ist in Jesus Christus, und dieses Leben dann ohne Sünde sogar freiwillig in den Tod gibt, als makelloses Opfer, um als sündloser Mensch die Sünde aller Menschen vor Gott zu sühnen.

“ wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst durch den ewigen Geist makellos Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!” (Hebräer 9:14)

Das ist gewaltig! Das heißt, Gott selbst wurde Mensch in Christus und dieses Blut, dass Christus vergossen hat als dieses ewige makellose Opfer, das kann uns reinigen von der Sünde. Das ist geschehen, weil Gott uns wirklich liebt. Und Gott hat uns seine Liebe sogar bewiesen, indem Christus für uns gestorben ist zu einer Zeit, als wir noch Sünder waren, als wir in allen Forderungen Gottes nicht gerecht waren. Trotzdem hat Gott sich schon darin zu dieser Zeit für uns in Liebe selbst geopfert in Christus Jesus. Das ist eine wunderbare Botschaft, und so können wir Menschen gerettet werden!

Nun kann jemand fragen: “Woher kann ich wissen, dass Jesus Christus jetzt wirklich ein sündloses Leben gelebt hat, ich war ja nicht dabei, und wie kann ich wissen, dass Gott dieses Opfer von Jesus Christus angenommen hat für alle Menschen?” Um diese Frage zu beantworten, hat Gott uns einen Beweis gegeben, und dieser göttliche Beweis ist die Auferstehung Jesu.

“ der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt wurde.” (Römer 4:25)

Mit der Auferweckung Jesu zeigt uns Gott: Ich habe das Opfer Meines Sohnes voll genügend für alle Menschen angenommen, da fehlt gar nichts, was wir heute noch hinzufügen müssten. Für uns heißt das:

“Denn es ist nur ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus,  der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat, als das Zeugnis zur rechten Zeit.” (1.Timotheus 2:5-6)

Das ist der Weg, den wir heute haben. Jetzt fragt sich jemand: “Was muss ich jetzt tun, dass ich gerettet werde?” Diese Frage steht sogar wörtlich so in der Bibel:

“Ihr Männer und Brüder, was sollen wir tun?  Und Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.” (Apostelgeschichte 2:37-38)

Die Antwort ist einfach: Tut Buße! Das heißt, kehrt um zu Gott, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesus Christi. Dann erhalten wir die Vergebung der Sünden, und wir bekommen die Gabe des Heiligen Geistes.

Das ist der erste Schritt im Willen Gottes für alle Menschen. Wir hoffen, dass noch heute jeder von uns diesen Schritt getan hat, damit wir Gott finden und zu Ihm zurückkommen.