Was wünscht sich Gott?

Gottes Bau

In den Psalmen 120 bis 134 steigt die Erfahrung der Gläubigen ständig an, bis sie in den letzten drei Psalmen dieses Abschnitts ihren Höhepunkt erreicht. In diesen Psalmen zeigt uns Gott, was er am meisten begehrt.

Gottes Wunsch

Nachdem die Gläubigen durch viele Erfahrungen in den vorherigen Psalmen von 120 bis 131 hindurchgegangen sind, zeigt Gott in dem Psalm 132, was er jetzt für sich haben möchte.

Es ist ein Zeichen von Reife im Glauben, wenn jemand nicht nur auf das Seine schaut und was er gerne von Gott haben möchte, sondern von sich weg auf Gottes Anliegen schauen kann. Genau das finden wir in dem Psalm 132 wieder: David hat dort völlig von sich weggeschaut und angefangen, nach dem zu suchen, was Gott für sich haben möchte: Zion, sein ewiger Ruheort.

“Denn der Herr hat Zion erwählt, und er begehrt es, dort zu wohnen:
Dies ist die Stätte meiner Ruhe ewiglich; hier will ich wohnen, denn das begehre ich.” (Psalm 132:13-14)

Gott hat David ganz klar offenbart, dass er eine Wohnung auf der Erde, mitten unter seinem Volk haben möchte und zwar in Zion auf dem Berg Morija.
Heute ist das wahre Zion die Gemeinde des lebendigen Gottes, das sagt uns der Hebräerbrief in Kapitel 12 Vers 22-23.

Wie sollen wir heute die Gemeinde bauen?

Wir müssen Gott fragen, wie er seine Gemeinde bauen möchte! Es ist durchaus üblich, sich heute dort zu versammeln, wo es einem selbst gefällt. Man orientiert sich an den eigenen Wünschen und Neigungen, um sich dann einer Gemeinde seiner Wahl anzuschließen.

In dieser letzten Stufe der Aufstiegslieder sehen wir aber einen Menschen, der nicht nach seinen Wünschen entscheidet, sondern nach dem Wunsch Gottes fragt. Wie wird es wohl sein, wenn wir Christen heute alle Gott fragen würden, wie er seine Gemeinde bauen möchte? Wie viele verschiedene Antworten würde uns Gott geben?

In dem Psalm 133:1 steht die Antwort Gottes:

“Siehe, wie fein und lieblich ist es, wenn Brüder in Einheit beeinander wohnen!”

Gott gibt uns nur eine Antwort: er möchte die Einheit in seinem Volk wiederhergestellt sehen. Er wird uns mit Sicherheit nicht in 50 verschiedene Gruppen aufteilen, wenn wir alle auf ihn hören, sondern er wird uns seinen Weg zeigen und uns in Einheit zusammen bringen. Mögen wir alle heute neu unseren Gott nach seinem Weg für den Aufbau der Gemeinde fragen, damit wir nicht länger in der Zerspaltenheit bleiben, sondern in Einheit beeinander wohnen!