Christus, der Baumeister der Stadt Gottes

Bau der Gemeinde

Zu der Zeit, als das Volk Israel in babylonischer Gefangenschaft war, erschien Gott dem Propheten Hesekiel und zeigte ihm einen neuen Tempel. In den Kapiteln 40-48 von Hesekiel ist dieser Tempel bis ins Detail beschrieben. Gott zeigte Hesekiel sogar die Abmessungen, welche dieser Tempel haben sollte. Der Baumeister dieses Tempels ist Christus. Dieser ist Hesekiel erschienen, um ihm den Bau des Tempels zu zeigen:

“Und siehe, da war ein Mann, der sah aus, als wäre er aus Erz, und er hatte eine Schnur aus Leinen in der Hand und eine Messrute; und er stand im Tor.” (Hesekiel 40:3)

Christus erschien Hesekiel als ein Mann aus Erz. Auch im Buch Offenbarung sah Johannes, dass die Füße von Jesus aus Erz waren.

Das Erz hat in der Bibel die Bedeutung des Gerichtes. Das zeigt, dass mit der Person Jesus Christus immer auch Gericht verbunden ist. Das Gericht bezieht sich auf alles, was Gottes heiligem Wesen nicht entspricht. Besonders in Bezug auf den Tempel Gottes – dem heute die Gemeinde entspricht- zeigt sich, dass das Gericht Gottes nichts akzeptiert, was nicht seinem heiligen Wesen entspricht.

Heute gibt es unter den Christen oft die Tendenz, weltliche Dinge und Methoden wie zum Beispiel Musik, Geld, Menschenehre, Vergnügen u.v.m. in die Gemeinde hineinzubringen oder zu dulden. Aber Jesus akzeptiert in seiner Gemeinde nichts, was nicht seinem Wesen entspricht. Das lesen wir auch im Epheserbrief 5:27:

“damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.”

Der Bau nach Gottes Maßstab

Weiter lesen wir, dass Christus eine Schnur und eine Messrute in seiner Hand hält. In den weiteren Versen misst ER damit den Tempel. Das zeigt, dass der Tempel genau nach Gottes Maß gebaut werden muss. Der Tempel darf nicht nach menschlicher Vorstellung gebaut werden. Oft wird unter Gottes Volk jedoch genau das gemacht. Jeder baut an Gottes Werk wie es ihm gefällt und tut, was in seinen Augen recht ist. Deshalb ermahnt Gott durch Hesekiel sein Volk:

“Du aber beschreibe dem Hause Israel diesen Tempel, damit sie sich ihrer Missetaten schämen; und lass sie den Bau messen.” (Hesekiel 43:10)

Für uns Christen heute gilt dieses Wort in gleicher Weise. Christus muss heute das Maß in der Gemeinde sein. Da er in uns lebt, müssen wir bereit sein zu lernen, alles durch ihn zu tun. Das bedeutet auch, dass das wir nicht einfach eine Gemeinde gründen und aufbauen können, wie sie uns gefällt. Alles, was wir in der Gemeinde machen, muss Gottes Maß entsprechen. Das Wort Gottes und der in uns wohnende Geist müssen uns hierin leiten. Aber zuerst braucht es ein Herz, das bereit ist, von allen herkömmlichen Wegen, die Gott nicht entsprechen, umzukehren.

Mögen wir solche Menschen sein!