Offenbarung 5: Der aufgefahrene Menschensohn auf dem Thron

In der vergangenen Woche lasen wir im vierten Kapitel der Offenbarung von der Herrlichkeit dessen, der auf dem Thron im Himmel sitzt. Dieser lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit und er hat alle Dinge geschaffen. Es ist Gott der Vater, er ist der allerhöchste Herrscher.

Gottes Wunsch, nicht alleine zu herrschen

Sein Wunsch von Beginn an ist es jedoch, dass die Menschen mit ihm herrschen auf Erden. Zu den ersten Menschen sprach er:

„Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!“

1. Mose 1:27
Der Mensch ist unwürdig geworden

Aber der Mensch war zu schwach und viel auf die List der Schlange herein. Damit kam der, welcher eigentlich herrschen sollte, unter die Herrschaft der Sünde, die letztlich den Tod zur Folge hat. Hierdurch war ihm der Zugang zu Gott an seinem Thron verwehrt. Dies sehen wir im fünften Kapitel von Offenbarung. Johannes weinte sehr, da niemand für würdig erachtet wurde die Buchrolle aus der Hand dessen, der auf dem Thron sitzt zu öffnen, noch hineinzublicken.

Getrennt vom Vater geht der Mensch nun seine eigenen Wege. Er läuft Lügengebilden nach, hängt sein Herz an Reichtum und Besitz, verachtet Ordnungen Gottes und macht sich so zu dessen Feind. Wer kann da noch bestehen, vor einem Gott, der heilig und gerecht ist? Wir alle haben uns strafbar gemacht und so das Gericht verdient. Doch Gott wollte uns nicht der ewigen Verdammnis preisgeben. Deshalb plante er einen Weg zu ihm zurück, der Quelle des Lebens.

Es gibt einen Trost – ein Mensch hat in der Welt überwunden

Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, um das Buch und seine sieben Siegel zu öffnen.
Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde. Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß.

Offenbarung 5:5

Jesus Christus ist die Wurzel Davids, das zeigt, er kam als Mensch auf die Erde und wurde wie wir auf ähnliche Weise versucht, doch ohne Sünde. Daher konnte er aus den Toten auferstehen und war würdig aufzufahren und sich zur Rechten des Thrones Gottes zu setzen.

Er selbst ist unser einziger Weg zum Vater, weil er als unschuldiges Lamm unsere Schuld ans Kreuz getragen hat. Mit seinem Blut hat er uns von der Sünde freigemacht.

Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden.

Offenbarung 5:9-10

Nicht nur hat er uns durch sein Blut erlöst, sondern weil er nun in den Gläubigen lebt, können auch wir überwinden und uns üben in der Herrschaft als Könige und Priester.

Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.

Römer 8:37